LinkedIn startet Börsengang

Jetzt ist es offiziell: Das weltgrößte berufliche Online-Netzwerk LinkedIn strebt noch in diesem Jahr an die Börse. Die Wall Street wartet derzeit mit Spannung darauf, welche Internetfirmen sich aufs Parkett trauen. Der deutsche Konkurrent Xing war schon 2006 an die Börse gegangen.

Gut möglich, dass einige Investoren am Donnerstag nostalgisch wurden und sich zurückversetzt fühlten in die Neunzigerjahre, die Zeit des Dot-Com-Booms, der dann aber zur Dot-Com-Blase wurde. LinkedIn, ein soziales Netzwerk vor allem für berufliche Kontakte, legte einen fulminanten Börsengang hin. Innerhalb von Minuten nach Beginn des Handels zahlten die Investoren schon das Doppelte des Ausgabepreises für eine Aktie. Am Ende des ersten Handelstages hatte das Unternehmen einen Börsenwert von neun Milliarden Dollar. Seit Googles Börsengang vor sieben Jahren hat kein US-Internetunternehmen bei einem IPO (Initial Public Offering – Börsengang) mehr Kapital eingenommen.

Die 7,84 Millionen Aktien waren für 45 Dollar je Stück ausgegebenen worden – am Mittag erreichte der Preis pro Aktie bei 122,70 Dollar je Aktie. Dann sank er wieder. Am Ende des lebhaften Handelstages, an dem 30 Millionen LinkedIn-Aktien die Besitzer wechselten, lag der Kurs bei 94,25 Dollar.

Zwei Drittel der Einnahmen LinkedIns kommen aus den Gebühren, die Unternehmen dafür zahlen, dass LinkedIn ihnen bei der Suche nach geeigneten Angestellten hilft.

Das gilt in ähnlicher Form auch für Facebook, Twitter und Groupon – obwohl keines dieser Unternehmen bislang börsennotiert ist. Investoren haben die Bewertung von Facebook zuletzt in schwindelerregende Höhen geschraubt. Im März wollte ein Finanzinvestor einem Medienbericht zufolge bei Facebook einsteigen und bewertete das Unternehmen dabei mit 65 Milliarden Dollar. Im Januar wurde Facebook von Goldman Sachs mit 50 Milliarden bewertet, im Juni 2010 mit 23 Milliarden Dollar. Facebook hatte Anfang des Jahres etwa 2000 Mitarbeiter und weltweit mehr als 500 Millionen Nutzer. Eine Bewertung von 65 Milliarden Dollar entspricht pro Angestelltem 32 Millionen Dollar und pro Nutzer 130 Dollar. Das Jung-Unternehmen von Gründer Mark Zuckerberg machte von Januar bis September 2010 Bankenkreisen zufolge einen Netto-Gewinn von 355 Millionen Dollar – bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar.

Quelle: www.morgenpost.de

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